Rudolph: Geprüfte Qualität zahlt sich aus
In Binz haben am Mittwoch 23 Hotels und fünf Freizeitbäder mit besonders guten Wellness- und Gesundheitsangeboten das bundesweit gültige Wellnesszertifikat erhalten. „Viele Menschen erschließen sich das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern über gesundheitstouristische Angebote“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph bei der Verleihung, „die Zahl der Gesundheitsurlauber nimmt stetig zu. Schon jetzt sind die Wellnessangebote für Urlauber ein wichtiger Grund für eine Reise in den Nordosten.“

Fast die Hälfte der Gäste im Winter (46 Prozent) machen nach Angaben des Tourismusverbandes Wellnessurlaub. „Wellness ist ein Instrument hin zu mehr Saisonunabhängigkeit für Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Rudolph. „Eine stetig wachsende Reiseerfahrung hat aus den Touristen kompetente, anspruchsvolle Kunden gemacht. Sicherheit, Sauberkeit und Ambiente sind ebenso wichtig wie die Qualität von Infrastruktur und Service in allen Bereichen.“

„Für die Zielsetzung des Landes, MV als Gesundheitsland zu positionieren, ist die Entwicklung und Durchsetzung von Qualitätsstandards im Gesundheitstourismus immer wieder von zentraler Bedeutung“, sagte Rudolph. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich als touristischer Qualitätsführer in Deutschland positioniert. Hier wurden Klassifizierungen und Zertifizierungen für Segmente entwickelt, die für den Tourismus und für die Qualität bedeutsam sind. Drei dieser in MV entwickelten Systeme, die Klassifizierung für Marinas, Sportboothäfen und Anleger, die Klassifizierung von Jugendübernachtungsstätten und das Wellnesszertifikat wurden bundesweit eingeführt. Hier haben wir Trends gesetzt, denen andere jetzt folgen müssen. Das wollen wir fortsetzen.“

Das unabhängig geprüfte Qualitätssiegel wird für Wellness- und Gesundheitshotels, Reha-Kliniken und Freizeitbäder nach den Regeln des Deutschen Wellnessverbandes mit Urkunde und Prüfplakette vergeben. „In Mecklenburg-Vorpommern verfügen insgesamt 79 Hotels und Einrichtungen über die Auszeichnung“, sagte Rudolph. „Damit werden den Gästen sichere Kriterien für die Bewertung von Dienstleistungsangeboten (Wellness) an die Hand gegeben und die Anbieter in die Lage versetzt, innovative Produkte zu entwickeln.“

Durch die Entwicklung von weiteren Angeboten wie zum Beispiel „Prävention für Selbstzahler“ kann ein weiteres Standbein im Gesundheitstourismus etabliert werden. Hiervon können zwei Bereiche profitieren: Hotels, die sich durch die Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Gesundheitsberufen weitere Geschäftsfelder erschließen sowie Reha-Einrichtungen, die mit erweiterten Angeboten für privat zahlende Gäste ihre Auslastung erschließen.

Die Gesundheitswirtschaft mit ihren unterschiedlichen Branchen gehört zu den wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsbereichen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben den natürlichen Ressourcen verfügt Mecklenburg-Vorpommern über ein hervorragendes Angebot an Kur- und Rehabilitationseinrichtungen, Kurmittelzentren und großen Hotels mit Wellnessangeboten. „Großen Anteil daran haben die gut ausgebildeten Fachkräfte“, sagte Rudolph. Für die Aus- und Weiterbildung stehen zahlreiche Bildungseinrichtungen zur Verfügung, die durch das Land gefördert werden.

Via Pressemitteilung Nr. 309/08 – 29.10.2008 – WM – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus